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Cupra Formentor

Published on Oktober 24th, 2020 | by Heiny Volkart

CUPRA – Sportwagen mit SUV-Qualitäten

CUPRA Formentor VZ 2.0 TSI

CUPRA kennt man schon länger. Es sind – oder waren – die powervollsten Modelle von SEAT. Vor drei Jahren hat man sich aber entschieden, CUPRA als eigene Marke zu führen. Jetzt wurde das erste Auto vorgestellt, das CUPRA selber entworfen und entwickelt hat: den CUPRA Formentor.

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Die CUPRA–Autos haben natürlich ein eigenes Logo erhalten. Die kupferne Farbe blieb, das Logo selber soll an indianische Stammessymbole erinnern, sieht aber eher aus wie die Symbole aus der TV-Serie Stargate. Sei es, wie es wolle, es ist jedenfalls eigenständig.

Der Performance Crossover Formentor ist benannt nach einer Halbinsel auf Mallorca. Entwickelt wurde er im spanischen Werk in Martorell.

Wayne Griffiths, der CEO von Cupra, sieht CUPRA als «Challenger-Marke». Der Formentor verkörpere das Wesen der Marke und solle entscheidend dazu beitragen, die Marke CUPRA im Markt zu etablieren. Wie der CUPRA Leon werde der Formentor auch als Hybrid erhältlich sein und damit beweisen, dass Elektrifizierung und Sportlichkeit sich perfekt ergänzen.

In der Schweiz wird der Formentor mit vier Motorisierungen erhältlich sein, darunter ein PHEV.

Zwar bezeichnete Ferran Andreu, Head of Sales CUPRA, seit 2004 bei SEAT und seit 2011 in der Schweiz, den Formentor als Auto «für unkonventionelle Leute», doch stellt einen das Fahrzeug nicht vor Rätsel. Man spürt halt die langjährige und grosse Erfahrung, die in der Gruppe vorhanden ist und auch beim jüngsten Spross, eben CUPRA, erlebbar ist.

Auch Marc Geissmann, Mgr Cupra & Business Development, bezeichnet den Formentor als «unkonventionell» und ordnet ihn zwischen Volumen- und Premiummarkt ein. Begonnen habe Cupra mit dem Cupra Ateca, mit 1 Modell mit 1 Motor. Neu sollen es jetzt vier Modelle sein mit 13 Motorisierungen. Die vier CUPRA-Modelle sind der Ateca, der Formentor, der Leon und der Leon Sports Tourer, wobei der Formentor exklusiv für CUPRA entwickelt wurde, in einem «progressiven Crossover-Design». Der Formentor liegt etwas tiefer als vergleichbare Modelle. Zur Dynamik trägt auch seine gestreckte Motorhaube bei.

Die vier in der Schweiz erhältlichen Motorisierungen beginnen beim 2.0 TSI mit 190 PS 4Drive DSG. Der gehöre «in den moderateren Leistungsbereich». Es folgen dann die VZ-Modelle, wobei VZ für Veloz steht (schnell). Da ist der 2.0 TSI 245 PS DSG mit Frontantrieb.

Es gibt weiter einen Plug-in-Hybrid, der über einen 1.4 TSI Motor mit 150 PS verfügt, kombiniert mit einem Elektromotor mit 115 PS, was eine Systemleistung von 245 PS (180 kW) ergibt, ebenfalls mit DSG und Frontantrieb.

Der heute vorgestellte Wagen ist der Formentor VZ 2.0 TSI mit 310 PS (228 kW), DSG und 4Drive-Allradantrieb. Das Topmodell kostet ganz genau 50‘000 Franken. Für einen 4.45m langen, 1.84m breiten und 1.51m hohen CUV ist der Preis eine Ansage! 400 Nm Drehmoment und 4.9 Sekunden von Null auf 100 und 250 km/h Topspeed ebenso.

Technisch ist der Cupra Formentor absolut auf der Höhe, da macht sich eben die Nähe zur im Konzern vorhandenen Technik und deren Möglichkeiten wohltuend bemerkbar, auch wenn die Entwicklung scheint’s auf einem weissen Blatt Papier begonnen habe.

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Die vier CUPRA-Modelle: Formentor, Ateca, Leon und Leon Sports Tourer

Testfahrt

Man nimmt Platz in den Leder-Sport-Schalensitzen des Formentor und fühlt sich komfortabel. Es ist alles vorhanden, elektrische Sitzeinstellungen, Einparkhilfe, Keyless-Schliess- und Startsystem, 3-Zonen-Klimaanlage, beheizte Sitze, beheiztes Lenkrad, …

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Die Übersicht ist gut, wie man es sich in einem SUV oder Crossover gewohnt ist. Anders ist, dass der Engine-Start-Knopf direkt am Lenkrad ist. Nach dem Druck auf den Startknopf bemerkt man dann, dass der Formentor etwas Spezielles ist. Das heisere Bellen aus dem Auspuff ist ein «emotionaler Klang», wie es Cupra bezeichnet; andere würden es als geilen Sound bezeichnen. Schön, was man so aus einem 2-Liter-Vierzylinder holen kann. Links am Lenkrad können diverse Fahrmodi eingestellt werden. Wir fahren mal in der Stellung «Cupra» ab, da schaltet das DSG wie ein Automat, wir sind also einfach im «D».

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Später schalten wir in den Sportmodus. Jetzt wird die Schaltstufe angezeigt, der Sound verändert sich und blubbert herrlich im Schieben. Beim Runterschalten gibt der Formentor tüchtig Zwischengas und neigt sogar zum Knallen. Man könnte – oder kann – das DSG nun auch mit Schaltpaddeln manuell bedienen. Die mit dem Lenkrad mitdrehenden Paddel sind aber zu kurz; die würden wir beim nächsten Facelift glatt doppelt so gross machen.

Als ein vor uns fahrender anderer Testfahrer nicht bemerkt hat, dass die 50er Zone vorbei ist, genügt ein  Druck aufs Gaspedal, um den Formentor rassig runterzuschalten und gewaltig zu beschleunigen, sodass der Überholvorgang schnell und sicher erledigt wird. Die Progressivlenkung hat mitgeholfen.

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4 Auspuffrohre, die einen herrlichen Sound von sich geben.

Das Navi wird im 12“-Infotainment-Monitor angezeigt und löst fein auf. Das würden wir uns noch in manch anderer Marke wünschen.

Im Stadtverkehr verhält sich der 310 PS-Formentor sehr brav, ist übersichtlich, zurückhaltend, nur: wenn man Gas gibt, hört man ihn halt!

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Resumé

Auch wenn der Formentor, obwohl eigens von und für Cupra von Grund auf entwickelt, nicht völlig anders aussieht als andere kleinere SUVs und Crossovers: Seine sehr reichhaltige Ausstattung, seine Power, seine Cupra-Akzente, machen ihn halt doch speziell – und zwar positiv herausstechend speziell. Die 50‘000 Franken, die CUPRA verlangt für das Topmodell, sind in Anbetracht des Gesamtpaketes als sehr fair zu bezeichnen. Zwar kommen dann schon noch für gewisse Optionen ein paar Franken dazu, aber mit total 56‘000 Franken bleiben dann praktisch keine Wünsche mehr offen.

Cupra Formentor

Wer ein alltagstaugliches Auto sucht für Einkäufe, Familienausflüge und dergleichen, am Wochenende oder in den Ferien aber gerne mal ein paar Alpenpässe «macht», ist mit dem Formentor VZ 2.0 TSI gut bedient.

Heiny Volkart, VOLKARTpress

24. Okt. 2020


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