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Published on November 30th, 2018 | by Heiny Volkart

GT X – Visionen der Zukunft

Opel GT X – Visionen der Zukunft

Concept Cars kann man üblicherweise an grossen Fahrzeugmessen bestaunen, meistens hinter einer Absperrung. Anfassen ist nicht. Bei Opel ist das anders.

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Der Opel GT X Experimental ist zurzeit auf einer Europatournee und hat auch in der Schweiz Halt gemacht. Den Motorjournalisten und am Tag drauf auch den Opel-Händlern und ihren Mitarbeitern bot sich in der Rythalle Solothurn Gelegenheit, diese mutige Vision der Opel-Zukunft ganz aus der Nähe zu betrachten, anzufassen, sich hineinzusetzen, alles zu beobachten, wie etwas gelöst werden soll, Fragen zu stellen – und beantwortet zu erhalten.

«Deutsch, nahbar und begeisternd», so bezeichnet Opel selbst seine Zukunftsstudie. Die Idee eines Concept Cars ist ja nicht, dass der dann eines Tages genau so zu kaufen sein wird, sondern zu zeigen, den Journalisten wie dem Publikum, aber auch den eigenen Leuten, was in den nächsten Jahren auf sie zukommen wird – oder zumindest kann.

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Mit dem GT X Experimental soll, nach 120 Jahren Automobilbau, gezeigt werden, wie die Opel-Zukunft aussehen wird. Der Opel GT X Experimental ist ein mutiges, gerade einmal 4.06m langes, kompaktes, vollelektrisches SUV mit fünf Türen, Coupé-Anmutung und voller innovativer Ideen. Der GT X Experimental verkörpert dabei die Opel-Werte und gibt einen Ausblick auf die künftigen Modelle von Opel. Schon in dem vor einem Jahr präsentierten Strategieplan hatte Opel angekündigt, das Markenprofil weiter zu schärfen. Der GT X Experimental ist das erste greifbare Ergebnis dieses Prozesses.

Pioniergeist

In der Konzeptphase für den GT X Experimental startete Opel einen intensiven Prozess, das eigene Unternehmen und die eigenen Werte grundlegend zu reflektieren. Über die gesamte 120-jährige Automobilgeschichte des Unternehmens hinweg lässt sich der spezifische «Opel-Weg» in drei Werten zusammenfassen: deutsch, nahbar, begeisternd. Für die Zukunft entwickelt die Marke diese Werte weiter. Dies nennt Opel «New Germanness». Von diesem innovativen Opel-Geist inspiriert, trägt der neue GT X Experimental das reichhaltige Erbe der Marke in sich und führt dies in eine spannende Zukunft. Er kombiniert deutsche Ingenieurskunst, Präzision und Qualität mit visionären Ideen – und gibt damit einen Ausblick auf die Opel-Modelle Mitte der 2020er Jahre.

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«Der Opel GT X ist Ausdruck unserer zentralen Markenwerte – deutsch, nahbar, begeisternd. Er ist eine Studie, mit der sich die Menschen identifizieren können. Er verbindet ein klares und mutiges Design mit fortschrittlichen Technologien, die das Leben leichter machen. Dieses Fahrzeug steht für die spannende Zukunft der Marke», erläuterte Jeannette Finger, Assistant Chief Designer, in Solothurn.

Opel hat als Vision für zukünftige Modelle ein kompaktes SUV von gerade einmal 4‘063 Millimetern Länge (Radstand: 2‘625 mm, Breite: 1‘830 mm, Höhe inkl. Antenne: 1‘528 mm) gewählt: Der Opel GT X Experimental basiert auf einer Leichtbau-Architektur und wird vollelektrisch angetrieben – nachhaltig und umweltfreundlich. Dazu fährt er auf 17-Zoll-Rädern, die optisch grösser erscheinen. Das ist gut für Fahrkomfort und Aussenwirkung gleichermassen. Gemäss dem Versprechen im PACE!-Plan, dass Opel bis 2024 für alle seine Modelle eine elektrifizierte Variante anbieten wird, wird auch der GT X elektrisch angetrieben sein. Seine spätere Motorisierung ist aber derzeit noch nicht diskussionsreif.

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Opel Design-Ikonen gestern, heute, morgen.

Opel-Design der Zukunft

Der Opel GT X Experimental zeigt mutige Proportionen, kombiniert mit schön strukturierten, fliessenden Oberflächen. Seine charakteristische Silhouette wird von einer kraftvollen Grafik bestimmt, welche den unteren und den oberen Fahrzeugbereich voneinander trennt. Der untere Teil erscheint in hellem Grau, während der obere Bereich samt Motorhaube, Scheiben und Dach in einem fast schwarzen Nachtblau gehalten ist. Dazwischen fliesst eine strahlend gelbe Signaturlinie von vorne nach hinten, die dem Fahrzeug Struktur und Dynamik verleiht. Das Farbschema stellt eine Reminiszenz an die traditionelle Opel Farbgebung grau/schwarz/gelb dar – in einem frischen und modernen Look.

Die Opel-Designer haben auch die traditionellen so genannten „Schnittlinien“ in der Karosserie – die aufgrund unterschiedlicher Öffnungen wie Türen und Motorhaube nötig sind – auf ein Minimum reduziert. Die obere Kante der Türen wird von der gelben Signaturlinie verborgen; die der Fondtüren trifft mit der Kofferraumöffnung zusammen. Darüber hinaus haben die Designer auf konventionelle Elemente wie Türgriffe und Aussenspiegel bewusst verzichtet. Die Karosserie legt sich stattdessen wie eine glatte Leinwand um Details wie die kleinen Kameras, die aus der gelben Grafiklinie an den Seiten der Motorhaube hervortreten und traditionelle Aussenspiegel ersetzen. Das System wäre so vermutlich noch nicht strassentauglich (mögliche Verletzungsgefahr für Fussgänger), ist aber grundsätzlich wesentlich cleverer gelöst als z.B. bei einem deutschen Mitbewerber.

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Die Kamera fährt aus und ersetzt den Rückspiegel.

Die Reduktion auf das Wesentliche steht beim GT X Experimental im Vordergrund. Als Ausgleich dazu beleben sparsam integrierte grafische Details das Erscheinungsbild. Am Schweller der Fahrerseite finden sich unterhalb der Fondtüre eingravierte beschnittene Dreiecke. Eines davon zeigt einen kleinen, sechseckigen LED-Bildschirm, der den elektrischen Ladestatus der Batterie angibt. Die 17-Zoll-Räder muten dank ihrer robusten Gummiummantelung, die über den Felgenrand hinausgeht und die dunkelblauen Reifen so optisch vergrössert, viel voluminöser an. Die gelben Design-Linien an den Reifen greifen wiederum die Signatur der Karosserie auf. Sie umrahmen den elektronischen Opel-Blitz, der für den Betrachter bei Reifenrotation waagerecht im Lot bleibt. Um den SUV-Charakter des Fahrzeugs zu betonen, verläuft im unteren Bereich eine Schutzverkleidung um das Auto, die dem GT X Experimental einen festen Stand und einen rauen Look verleiht.

Opel Kompass und Opel Vizor: Die optische Identität der künftigen Opel-Modelle

Der GT X Experimental offenbart dazu erstmals das neue Leitmotiv für die Front- und die Rückansicht künftiger Opel-Modelle: Beim „Opel Kompass“ kreuzen sich zwei Achsen mit dem Opel-Blitz in der Mitte. Das legendäre Markenemblem wird so mehr denn je zum zentralen Merkmal. Die vertikale Achse wird durch die nun noch schärfere Bügelfalte in der Motorhaube bestimmt und unterhalb des Blitzes weitergeführt. Die flügelförmigen Tagfahrlichter markieren die Eckpunkte der horizontalen Achse. Das Thema spiegelt sich ebenso in der Rückansicht wider und zeigt den Opel Kompass in Reinform: Der Blitz in der Mitte verbindet auch hier die horizontale Linie der flügelförmigen Rückleuchten mit der vertikalen Linie, die sich von der Dachantennen-Finne bis hinab zur akzentuierten Bügelfalte im Stossfänger zieht.

In einem ebenso puren Design wie den Opel Kompass haben die Designer das neue Opel-Gesicht gezeichnet, das den Pioniergeist des Unternehmens ausdrückt: Der «Opel Vizor» beherbergt Hightech- und Markenfeatures wie den LED-Blitz, der in verschiedenen Farben über den Betriebszustand des Fahrzeugs informiert, die LED-Matrix-Scheinwerfer, das Tagfahrlicht sowie die Kameras und Sensoren, die für Assistenzsysteme und autonome Fahrfunktionen benötigt werden. Sie alle liegen unter dunkel getöntem Plexiglas.

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Pure Panel: Reduzierung auf das Wesentliche schafft Wohlfühl-Interieur

Nach denselben Prinzipien wurde das luftige Interieur des Opel GT X Experimental gestaltet. Auch hier lautete das Motto: Reduzierung auf das Wesentliche. Dreh- und Angelpunkt ist der Armaturenträger – das „Pure Panel“, das die Gestaltung des Opel Vizors aufnimmt. Ein einziger breiter Bildschirm lässt die Vielzahl an Monitoren, Knöpfen und Bedienelementen der gegenwertigen Serienmodelle überflüssig werden.

Das klare Hightech-Design findet sich im gesamten Innenraum wieder. So scheinen beispielsweise die vier Sitze zu schweben; unterhalb der Kopfstützen befestigte abnehmbare Lautsprecher erlauben Musikgenuss auch ausserhalb des Fahrzeugs. Grafische Details unterstreichen den klaren, schnörkellosen Charakter: So wird das Dreieck-Motiv auch auf den Sitzflächen in Schulterhöhe sowie an Gas- und Bremspedal aufgenommen.

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Wenn man so neben dem GT X steht, langsam um ihn herumgeht, das Fahrzeug studiert, mit Opel-Leuten diskutiert, mit Kollegen: Man entdeckt immer wieder etwas Neues, teilweise Verblüffendes. Sicher ist nur, das Auto wird nicht genau so auf die Strasse kommen, aber auf etliches, das hier eingebaut ist, werden wir in «normalen» Strassenfahrzeugen, nicht mehr viele Jahre warten müssen.

Kompliment an Opel Schweiz, dass die Gelegenheit, diese «Road-Show» im Rahmen ihrer Europa-Tournee auch in die Schweiz zu holen, kurzfristig ergriffen wurde.

Heiny Volkart, VOLKARTpress, Solothurn, 28. November 2018

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