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Kleiner Gernegross

Published on Juli 22nd, 2011 | by zuendung

Kleiner Gernegross

Verso-S

Das grosse S im Namen Verso-S steht für small. Aber wir finden kaum etwas Kleines an diesem neuen Toyota.


Eigenwillige Front mit vorstehenden "Augen"

Der Toyota Verso-S ist der Nachfolger des Toyota Yaris Verso, über dessen äussere Erscheinung man in guten Treuen verschiedener Ansicht hat sein können. Der Verso-S ist 10 cm länger und niedriger als der Vorgänger, bleibt damit ganz knapp unter der 4-Meter-Grenze, ist aber immer noch knapp 1.60m hoch, womit der Verso-S alles andere als small ist, ja er ist direkt als Raumwunder zu bezeichnen. Aber eins nach dem andern …

Der Toyota Verso-S, den es übrigens auch als ebenfalls bei Toyota gebauten Subaru Trezia gibt, ist in drei Versionen (Terra, Luna und Sol) und mit zwei Motoren zu haben. Der Benziner (1329 ccm, 16V, 99 PS, 125 Nm), kann mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit stufenlosem Automatikgetriebe gefahren werden. Die besten Fahrleistungen bietet der Verso-S mit dem 90 PS leistenden Dieselmotor. Sein Drehmoment von 205 Nm ab 1800 Touren sorgt für 10% bessere Beschleunigung und auch für eine höhere Endgeschwindigkeit. Den Diesel gibt‘ nur mit manueller Schaltung, die aber erfreulich knackig zu schalten ist.

Im Minimum sind 22‘900 Franken hinzublättern. Da fehlt dann allerdings vieles, was das Autofahren angenehm macht (Klima zum Beispiel). Unser Testwagen entsprach der teuersten Version, Linea Sol mit Diesel = 30‘500 Franken. Lederinterieur (1‘400), Panorama-Glasdach (1‘000) und blaue Metalliclackierung (560) trieben den Preis auf 33‘460 Franken, was nicht mehr als Schnäppchen bezeichnet werden kann.
Zwar ist da eine Rückfahrkamera dabei, wer sich aber lieber auf das Piepsen der Parksensoren verlässt, wird noch einmal mit 750, resp. 1‘450 Franken zur Kasse gebeten. Ein Farbmonitor ist zwar ebenfalls vorhanden, ein Navigationssystem glänzt aber leider durch Abwesenheit.
Im Übrigen erhält man viel Ausrüstung, sowohl was die Sicherheit angeht, als auch was den Komfort betrifft. Dazu gehört auch Smart Entry, also schlüsselloses Öffnen, Starten und Fahren des Autos.

Die Aussenmasse von 399 cm Länge und 159,5 cm Höhe erinnern schon fast an einen Minivan. Dank der Breite von 169,5 cm kann man im Stadtslalom gut mithalten. Ein Spezialfall ist der Gepäckraum, nicht nur wegen seiner Grösse. Der Laderaum fasst gute 429 Liter, bei abgelegten Rücksitzen 852 und bis unters Dach sogar 1‘388 Liter. Mit genau einem Meter Platz zwischen den Radkästen können auch sperrigere Güter geladen werden. Eine Besonderheit ist der 2-fach höhenverstellbare Gepäckraumboden und das Easy-Flat-System mit dem man einen ganz ebenen Laderaumboden schaffen kann. Einfach gesagt: Der Verso-S ist recht flexibel und einfach umbaubar (One Touch), je nach Wunsch und Bedarf. Mit nur 325 Kg Zuladung muss man sich allerdings beschränken auf entweder Personen- oder Gütertransport. Aber für beides ist der Verso-S gut eingerichtet.

Sehr wandlungsfähiger und einfach umzubauender Kofferraum

Man sitzt vorne und hinten gut im Verso-S und hat genügend Platz nach vorn und oben. Das riesige Panoramadach vermittelt noch zusätzliches Raumgefühl. Der 6,1“ – Farbmonitor mit Touchscreen zeigt umfassende Informationen zum Radioprogramm, dort können aber auch die Informationen aus dem Bordcomputer abgelesen werden.

Der Motorstart erfolgt per Knopfdruck, die Schaltung ist knackig genau, der Motor brummelt zu Beginn tief, mit zunehmender Laufdauer ist er kaum mehr als Diesel zu erkennen. Leider ist kein Stopp-/Start-System erhältlich, das würde den eh schon tiefen Dieselverbrauch noch mehr senken. Als Gemischtverbrauch nennt Toyota für den leer 1‘275 Kg wiegenden Verso-S 4,3 Liter (113 g/km CO2). Unser Testverbrauch belief sich, hälftig Autobahn und Kurzstrecken, auf sehr gute 4,94 Liter, sogar 2 dl weniger als der Bordcomputer anzeigte.


Der Verso-S hat eine gefällige Form

Zusammenfassung
Das ganz normale Alltags-Fahren hat einen sicheren Eindruck hinterlassen, unaufgeregt, aber immer mit genügend Power. Gewöhnungsbedürftig ist die hohe Gürtellinie. Das spürt man, wenn im Parkhaus das Ticket gezogen werden muss. Irritiert hat das fehlende Tagfahrlicht. Und störend ist, dass das automatische Licht in Tunnels erst sehr spät einschaltet. Praktisch wäre auch der Blinker, der nach einmal Antippen dreimal blinkt; den hat der Verso-S leider auch nicht.

Aber zusammenfassend finden wir viel Lob für den praktischen, aussen kleinen und innen grossen Verso-S und bezeichnen das Preis/Leistungsverhältnis noch als gut. Drei Jahre Garantie und drei Jahre Gratisservice (nur bis 45‘000 Km) tragen auch dazu bei.

Text und Fotos Heiny Volkart, VOLKARTpress


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