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Published on Januar 6th, 2020 | by Amadé Fries

Schwarze Katze

Schwarze Katze

Nein, ich bin nicht abgergläubisch. So fürchte ich mich auch überhaupt nicht, in den ganz in Schwarz gehaltenen Jag einzusteigen, der für den Test bereitsteht. Er sieht auch nach viereinhalb Jahren einfach unverschämt gut aus, der Jaguar XE. Kann er mit dem 180 PS starken Diesel überzeugen?

Optisch: Auf jeden Fall. Er sieht wie gesagt immer noch top aus. Die hier gefahrene Version mit schwarzem Lack, schwarzem Grill und schwarzen Zierleisten steht zudem noch auf schwarzen Felgen. Trotzdem gibt man ihm nicht unbedingt den Bad Boy, sondern die elegante Limousine, die man seit jeher mit dem Namen Jaguar verbindet. Die Katzenaugen vorne, die zackig geschnittenen Rückleuchten hinten und dazwischen der gedrungene dynamische Körper ergeben eine Form, die niemand in dieser Klasse besser drauf hat. Dass es vom XE keinen Kombi gibt, dürfte ihm aber gerade auch in der Schweiz einige interessierte Kunden kosten.

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Dynamisch: Ja. Diesel-Aggregate sind nicht für sportliche Höchstleistungen bekannt. Doch auch 180 PS reichen für ein flottes Vorankommen. Wo der Jaguar mit Sportlichkeit trumpft, geht es kurvig zu und her. Denn das Fahrwerk ist perfekt abgestimmt, bietet guten Komfort und dennoch wenig Seitenlage. Die Lenkung markentypisch leichtgängig aber genau und durchaus direkt. Wer den Fahrmodusschalter auf Sport stellt, erntet eine etwas spritzigere Gasannahme und rote Armaturen, ansonsten tut sich aber nicht viel. Im Standardmodus reagiert die 8-Gang-Automatik bereits flott genug, so dass es nie einen Grund zum manuellen Eingreifen gäbe.

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Akustisch: Jein. Das Motorgeräusch des Vierzylinders ist nun wirklich nichts für Audiophile. Das Arbeitsprinzip jederzeit gut hörbar verrichtet er seinen Dienst unter der kurzen Motorhaube. Doch gibt es wie praktisch immer bei Jaguar eine klangvolle Alternative namens Meridian. Das Audiosystem mit seinen formschönen Boxenabdeckungen füllt den Raum mit DAB-Sound oder der Musik, die man via Handy streamt. Selbiges hat übrigens einen induktiven Ladeplatz vorne in der Mittelkonsole, sehr praktisch.

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Ökologisch & ökonomisch: Durchaus. Gemäss seinem Temperament habe ich den XE nicht nur mit Samtpfoten bewegt. Der gemessene Durchschnittsverbrauch von 6,4 Liter geht dafür absolut in Ordnung. Zudem ist der Ingenium-Diesel sauber nach Euro 6. Der Allradler kostet so wie wir ihn testen durften 63’000 Franken. Günstig ist anders. Für den Preis erhält man eine weitgehend vollständig (der Abstandstempomat wurde vermisst) ausgestattete Limousine, die einen ordentlichen Happen an Prestige mitbringt.

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Ergonomisch: Ja mit Abstrichen. Die Instrumente sind allesamt gut ablesbar, doch ist das Bedienkonzept über den Touchscreen noch immer nicht über alle Zweifel erhaben. Morgens die Sitzheizung einschalten? Sitze anwählen und dann den On-Button treffen. Ein einfacher Schalter wäre schneller und praktischer. Ähnliches gilt für die Lenkradtasten, die jedes Mal das Abwenden des Blickes von der Strasse verlangen. Dass die Menüstruktur durchdacht ist, hilft da leider auch nur wenig. Lob verdienen die Sitzeinstellung, der Rückspiegel mit alternativer Kamerasicht nach hinten und das klare Head-Up-Display.

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Der Jaguar XE zeigt, dass es neben 3er, C-Klasse und A4 eine britische Alternative gibt, die nicht nur wegen ihrer hübschen Schale eine Überlegung wert ist. Das dynamische Fahrverhalten überzeugt ebenso wie der kraftvolle und sparsame Dieselmotor. Preislich bewegt er sich im Bereich seiner deutschen Konkurrenten. Und gerade in dieser schwarz-schwarzen Variante verfügt so ein Jaguar über eine Eleganz, von der andere Marken nur träumen können.

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