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Published on November 11th, 2019 | by Heiny Volkart

Von A(stra) bis Z(afira)

Von A(stra) bis Z(afira)

Der Opel Astra geht in die nächste Generation und der Zafira ist eigentlich kein Zafira mehr, sondern ganz neu.

Astra

Seit 83 Jahren, seit 1936, gibt’s ihn. Das Opel-Erfolgsmodell hiess damals noch Kadett. 1991 wurde der Kadett erwachsen und hiess fortan Astra. In 11 Generationen wurden 25 Millionen Stück Kadett/Astra gebaut. Eine Erfolgsgeschichte!

Vor mehr als 21 Jahren, anfangs 1998, als Opel in Marokko auch «den neuen Astra» präsentierte, waren wir auch dabei und betitelten unseren damaligen Bericht mit «Ad Astra» (Zu den Sternen), weil wir der Ansicht waren, der Astra sei ein gutes Auto und werde seinen Weg machen. Wir freuen uns, dass wir Recht behielten; der Astra wurde mit jeder Neuauflage besser, erwachsener und geht nun unter dem Slogan «Der effizienteste Opel Astra aller Zeiten» auf eine neue Runde. Wie manche es noch geben wird – wenn überhaupt – steht nach all den Veränderungen der letzten zwei Jahre und den kurzfristig noch kommenden, allerdings nicht fest. Aber heute ist heute und heute gibt es einen neuen Astra!

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Im September, auf der IAA in Frankfurt, wurde der neue Astra erstmals dem Publikum gezeigt. Wir haben ihn nun, erstmals in der Schweiz und noch mit deutschen Kontrollschildern, fahren können. Und zwar gleich im Herzen der Schweiz, im Emmental und im Berner Oberland.

Äusserlich hat er sich nicht gross verändert. Er trägt jetzt natürlich auch die typische Opel-Front, die übrigen äusseren Veränderungen fallen gar nicht so gross auf. Die Aerodynamik wurde verbessert; der cw-Wert beträgt 0.26. Unter dem Blech ist fast alles neu: Ein neues Top-Automatik-Getriebe hat jetzt 9 Stufen (Fünftürer und Sportstourer), ein neues Fahrwerk ist auch dabei, die Frontkamera wurde optimiert, im Cockpit sind Digitalinstrumente zu finden. Die Frontscheibe ist nun beheizt, das Infotainment ist neu und das Smartphone kann wireless geladen werden. Viele Assistenzsysteme sind dabei oder erhältlich oder immer noch erhältlich, wie z.B. das empfehlenswerte IntelliLux LED Matrixlicht. Als weitere Option können auch sparsame LED-Scheinwerfer dazugekauft werden. Die Frontkamera ist kleiner und schneller und erkennt auch Fussgänger, die digitale Rückfahrkamera zeigt jetzt schärfere Bilder. Man muss sich das Ding einfach mal ansehen. Wer den bisherigen Astra kennt, wird überrascht sein, was man da noch so alles hat ändern, sprich verbessern, können.

Der neue Opel Astra

Neben etlichen neuen Getrieben (6-Gang manuell, stufenlose (!) Automatik und 9-Stufen-Automatik) sind vor allem alle Motoren neu, nämlich alles Dreizylinder.

Die direkt einspritzenden 1200er Turbo-Dreizylinder gibt’s mit 110, 130 und 145 PS, (195 bis 225 Nm), alle handgeschaltet (6-Gang) und mit Stop/Start-System (auch wenn in der Preisliste fälschlicherweise Start/Stop steht). Die Preise beginnen hier bei CHF 24‘850, netto CHF 21‘600. Je nach Ausstattungslinie (Edition, GS Line, Elegance und Ultimate) steigen die Preise bis CHF 35‘300 (hier ebenfalls minus 2‘250).

Dann folgt noch ein 1400er, der 145 PS leistet (236 Nm) und mit einer stufenlosen Automatik ausgestattet ist.

Auch zwei 1500er Dieselmotoren sind erhältlich, mit 105 und 122 PS, wobei letzterer auch mit Automatik, eben besagter 9-Stufenautomatik, geliefert werden kann. Die Preise beginnen hier bei CHF 29‘400 (-2‘250 Prämie) und gehen bis 40‘100 für den Ultimate Automaten.

Der effizienteste Astra sei die Neuauflage, sagt Opel. Ja, die 95 g CO2 winken am Horizont, da strengen sich die Autohersteller mächtig an, den Verbrauch resp. den CO2-Ausstos so tief wie möglich zu halten. Daher die kleinen effizienten Motoren und die neuen Getriebe. 5 der 7 Antriebe bleiben denn auch unter 100g CO2.

Schade, dass dabei auch beliebte aber nicht so verbrauchsgünstige Motoren auf der Strecke bleiben.

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Auch das IntelliLux LED Matrixlicht ist wieder erhältlich.

Testfahrt

Als Testwagen fassten wir den 145 PS leistenden 1400er Turbo-Benziner mit der stufenlosen Automatik und – waren «not amused». Wir hassen diesen stufenlosen Getriebe, die nur einen Haufen heulenden Lärm produzieren, aber kaum Vortrieb bieten. Aber schon nach wenigen Metern Fahrt zeigte sich, dass wir umlernen mussten: Der Astra läuft hervorragend, da heult nichts. Zwar knurrt der Motor vernehmlich, wie es sich für einen Dreizylinder gehört, aber der Vortrieb ist sehr gut (236 Nm ab 1‘500 bis 3‘500 U) und die Geräuschkulisse auch bei Vollgas, resp. bei Überholvorgängen, ganz manierlich.

Unser Weg führte vom Berner Seeland auf Haupt- und Nebenstrassen ins hügelige Emmental und von da via Pass (1167 m) ins Berner Oberland. Genug Möglichkeiten also, das Beschleunigungsvermögen der neuen Motor-/Getriebe-Kombination zu prüfen. Wir könnten diese Kombination durchaus empfehlen.

Der Bordcomputer zeigte 6.7 Liter an. Das ist zwar mehr als nach WLTP, aber wir waren auch nicht auf Sparfahrt unterwegs.

Opel Astra

Zafira Life

Unter dem Titel «Zafira Next Generation» haben wir über den Zafira Life bereits im Juni berichtet, als wir das neue Modell in Deutschland fahren konnten, auch Offroad. Guckst Du hier: http://zuendung.ch/fahrbericht/zafira-next-generation/

Wir bleiben deshalb hier kurz: Ralf Ulmann, LCV and Conversions Manager Opel Suisse, präsentierte den jetzt auch in der Schweiz erhältlichen Zafira Life. 1999, also vor 20 Jahren, erschien der Zafira. Er wurde bislang 2.7 Millionen Mal verkauft.

Der Zafira Life ist nicht mehr zu vergleichen mit dem seit 20 Jahren bekannten Zafira. Er ist jetzt in drei Längen erhältlich, 4.60m, was 10 cm weniger sind als der bisherige Zafira lang war. Der mittlere Zafira Life misst 4.95m, was gleich lang ist wie der bisherige Vivaro. Und dann gibt’s noch den 5.30m langen, wie alle andern auch 1.90m hohen, Zafira.

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Wir fuhren einen kurzen Zafira (4.60m lang)

Für Freizeitaktivitäten und Personentransporte (bis 9 Plätze) sind halt solche Grosskombis sehr praktisch. Neben vielen Passagieren haben auch Fahrräder, Skis oder Surfbretter Platz. Waren frühere als Personentransporter «zweckentfremdete» Lieferwagen recht spartanisch ausgestattet, stehen Autos wie der Zafira Life in Sachen Ausstattung und Assistenten gut ausgerüsteten Personenwagen in nichts mehr nach. Tische, 230V-Steckdosen, jede Menge Elektronik: Alles vorhanden oder bestellbar.

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Als 5-Plätzer ist ein grosser Kofferraum vorhanden, auch in der S-Version.

Den Zafira Life gibt’s nur mit Dieselmotoren, zum Beispiel dem 1500er mit 120 oder 150 PS, mit 6-Gang Handschaltung. Sowohl manuell geschaltet als auch mit 8-Stufen-Automat ist ein 2-Liter-Diesel erhältlich, der 177 PS leistet.

Neben IntelliGrip, einer Verbesserung des Antriebs auf rutschigem Untergrund, ist auch ein echter Allradantrieb lieferbar, nämlich vom Spezialisten Dangel.

In der Schweiz ist der neue Zafira Life ab sofort bestellbar (unsere Testwagen hatten bereits ZH-Schilder), lieferbar ab Februar 2020. Die Preise beginnen bei CHF 34‘310, minus 2‘500 Franken Prämie. Die Preise können je nach Motorisierung und Ausstattungslinie rasch ansteigen und ohne weiteres Zubehör auf 58‘260 Franken klettern.

Es ist eine Unmenge an Ausstattungen und Zubehörpaketen möglich und erhältlich, sodass wirklich für jeden Einsatzzweck, von der Grossfamilie bis zum eleganten VIP-Transporter, alles möglich ist.

Wir fuhren auf unserer Testfahrt einen kurzen (4.60m) und handgeschalteten (6-Gang) Zafira, der mit Zubehör mit rund 55‘000 Franken angeschrieben war. Wir hatten aber nicht das Gefühl, in einem übermässig gut ausgestatteten Auto zu fahren. Das Reifendrucksystem zeigt zum Beispiel nur an, irgendwo habe es zu wenig Luft in einem Reifen, aber nicht in welchem (man muss also an der nächsten Tankstelle alle vier Reifen prüfen). Dabei wäre das doch schon vor 15 Jahren Stand der Technik gewesen.

Opel Zafira Life

Der Zafira, vor allem die 5.30m lange Version, ist in unzähligen Varianten erhältlich, auch als 9-Plätzer.

Fahrkomfort: Der Zafira mit langem Radstand (M und L) läuft souveräner als mit dem kurzen Radstand (S = 4.60m lang), der etwas stuckert auf der Autobahn.

Alles in allem sicher ein sehr praktisches Auto, stark personalisierbar, aber es hat seinen Preis.

Heiny Volkart, VOLKARTpress

Nov. 2019


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