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Published on September 20th, 2018 | by Heiny Volkart

New SEAT Tarraco

New SEAT Tarraco

SEAT stellt den grössten SUV ihrer Modellpalette vor. Der Tarraco ergänzt oben Arona und Ateca.

Mit dem Tarraco hat nun nach VW mit dem Tiguan und Skoda mit dem Kodiaq auch SEAT seinen grossen SUV. Das neue Fahrzeug wurde der internationalen Presse am 18. September in Tarragona erstmals präsentiert. In Tarragona deshalb, weil Tarraco der historische Name der Römer ist für die in Katalonien gelegene Stadt Tarragona. Den Namen haben sich aber nicht Marketingleute ausgedacht; das Publikum, um die 140‘000 Leute aus 134 Ländern, haben Tarraco ausgewählt.

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Passenderweise erlebte der Tarraco seine Weltpremiere in der Tarraco Arena in Tarragona, der ehemaligen Stierkampfarena, die zum eindrücklichen Eventlokal umfunktioniert wurde.

Hunderte Journalisten aus ganz Europa nahmen an der Premiere teil, darunter auch sechs Motorjournalisten aus der Schweiz, auch Zündung.ch war unter ihnen.

Der Vorstandsvorsitzende von SEAT, der auch einfach SEAT-President genannt wird, Luca De Meo, war in Hochform, als er vor der Premiere die eindrücklichen Erfolgszahlen von SEAT erläuterte. Vergessen wir nicht, dass SEAT vor noch nicht allzu langer Zeit das Sorgenkind des VW-Konzerns war. Jetzt nennt De Meo Seat eine «Eroberungsmaschine», die 10 Jahre jüngere Kunden habe, die drei Rekordjahre hintereinander erlebt habe, auch in diesem Jahr wieder um 22% mehr verkauft habe, in allen Märkten gewachsen sei, 63% mehr erwirtschaftet habe. Ja, Luca de Meo war äusserst gut gelaunt.

Und um dann auf das jüngste SEAT-Kind zu sprechen zu kommen, eben den Tarraco, war de Meo sehr optimistisch, denn das Segment der Midsize-SUV nehme um 40% zu und werde bis 2025 auf 2.8 Millionen Fahrzeuge wachsen. Habe man sich früher in den Preisklassen um die 10‘000 Euro bewegt, sei man heute bei 20‘000 bis 30‘000 Euro und bewege sich nun auf das Preissegment 30‘000 bis 40‘000 Euro zu.

Die Vorstellung des neuen Tarraco übernimmt dann der SEAT Executive Vice President R&D, Dr. Matthias Rabe. Der Tarraco steht auf der bekannten MQB-Plattform, hat einen Radstand von 2.79m, ist 4.73m lang und 1.66m hoch. Der Laderaum fasst 760 Liter und ist vergrösserbar auf 2‘000 Liter. Erstmals gibt es einen SEAT, der auf 20-Zoll-Rädern steht (sie stehen ihm gut). Es gibt ihn als 5- und als 7-Sitzer.

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Links Dr. Matthias Rabe, rechts Luca de Meo

Ausgestattet ist der Tarraco mit allen aktuellen Assistenten und setzt Massstäbe in Sachen Sicherheit, das Licht ist 100% LED, auch im Innenraum. Die Konnektivität sei sehr wichtig, meinte Rabe. Es gibt den Tarraco mit Front- und mit Allradantrieb. Vorerst gibt’s zwei Ausstattungslinien, Style und Xcellence. Später kommt noch eine FR-Version dazu.

An Benzinmotoren gibt es einen TSI-1‘500er 4-Zylinder mit 150 PS, Frontantrieb, 6-Gang-Handschaltung, 250 Nm ab 1‘500 U/min, sowie einen 2-Liter TSI mit 190 PS, 7-Gang-DSG und Allradantrieb, mit 320 Nm ab 4‘200 U/min.

An Dieseln sind zwei Versionen des 1968 ccm-Motors erhältlich, mit 150 PS, handgeschaltet und mit DSG, Front- oder Allradantrieb, sowie mit 190 PS, der seine 400 Nm ab 1‘750 U/min ausschliesslich an das 7-Gang-DSG und Allradantrieb abgibt.

In zwei Jahren kommt der Tarraco dann auch als 210 PS starker Plug-In Hybrid (400 Nm).

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Von oben sind die Details der Motorhaube sehr gut sichtbar.

Das Design erläutert dann der SEAT-Chefdesigner, Alejandro Mesonero-Romanos (was für ein klingender Name). Er betont die Liebe und die Leidenschaft, mit der er und das Team den Tarraco geschaffen haben. Es würde jetzt zu weit führen, hier in die Details zu gehen. Die Motorhaube, aber auch die Lichtführung vorn und am Heck sind schon selbständig und schön gelöst. Immerhin erhebt man Premiumanspruch. Vor allem im Innenraum werden edle Materialien verwendet, wie dunkles Holz, teure Stoffe, Leder. Individuell konfigurierbare digitale Anzeigen, ein 10 ¼-Zoll-Display und ein bewegliches 8-Zoll-Display ermöglichen den Insassen umfangreiche Konnektivitätsfunktionen.

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Beim 7-Plätzer bleibt dann – wie zu erwarten – nicht mehr viel Platz für Gepäck.

Exklusiv für Zündung.ch bestand anschliessend an die Präsentation die Möglichkeit, mit Joaquin García vom Designerteam zu sprechen. Auch bei ihm ist die Freude und der Stolz über den neuen Tarraco sehr spürbar. Er erläuterte im Detail die Hecklinie, die Lichtführung, wie die Motorhaube gestaltet wurde. «The Tarraco is a premium product» sagte García, er gehöre zur SEAT-SUV-Familie, mit dem man neue Kunden erobern könne. Doch könnten auch bestehende Kunden wachsen mit diesem Auto. Joaquin García machte aber auch auf die vielen typischen SEAT-Designelemente aufmerksam (z.B. die Dreiecke, in den Tagfahrlichtern zum Beispiel), aber auch Ähnlichkeiten, Verbindungen, die auch im Ateca zu finden sind, bei den Fenstern zum Beispiel. Wir fühlten uns sehr geehrt von dieser Extraführung für Zündung.ch. Muchas gracias, Señor García.

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Viele edle Materialien werden verwendet.

Natürlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters. Zwar sei der Tarraco jetzt definitiv, doch ist sein Marktstart erst im nächsten Februar. Da könnte man das eine oder andere Detail also noch anpassen. Das Auto wirkt je nach Blickwinkel anders, mal recht lang, dann wieder etwas «auch schon gesehen». Zweifellos ist er von den drei Konzernkollegen der ästhetischste, trotz der doch etwas eingeschränkten Variationsmöglichkeiten. Aber die, die man hatte, hat man wahrgenommen. Gut gemacht.

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Auch hinten wurde fleissig und erfolgreich designt.

Wer suchet, der findet: Bei so viel Begeisterung, so viel Freude und Stolz, sucht man instinktiv etwas, was man dem Tarraco ankreiden kann. Selbstverständlich ist es Geschmackssache, aber die Plasticeinfassungen der Nebellampen vorn wirken recht billig und erinnern etwas an Schmutzmatten, wie man sie aus Kofferräumen kennt. Vor allem das Hellgrau beim blauen Tarraco. Bei andern Farben, es gibt übrigens deren Acht, fällt der Hartplastic weniger auf.

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Mag Geschmackssache sein, aber die Einfassungen der Nebellampen wirken billig.

Alles in allem ein sehr gelungenes Auto. Die Preise sind noch nicht bekannt. Die Topversion wird sicher kein billiges Auto, aber wer auf einen Preis etwas unter einem topausgestatten Skoda Kodiaq tippt, dürfte wohl nicht weit danebenliegen.

Für Zündung.ch aus Tarragona: Heiny Volkart, VOLKARTpress


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