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Published on August 1st, 2018 | by Heiny Volkart

Der Ultimative

Opel Grandland X Ultimate 2.0 177 A8

Der Ultimative

Im November 17 haben wir über den Grandland X als nach Mokka X und Crossland X dritten Opel mit einem X im Namen berichtet und dort den Top-Diesel und die 8-Stufen-Automatik bereits angekündigt. Nun ist er da: Der Ultimate.

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Man kann auch Anhänger ziehen, lieber natprlich mit Bootli und so als mit Betonmischer, oder so.

Alles über den Grandland X 1.6 / 120 PS mit 6-Stufenautomat kann man hier nachlesen: http://zuendung.ch/fahrbericht/x-mal-3/

Unser damaliger Testwagen, in der zweithöchsten Ausstattung Excellence, kostete mit dem 1600er Diesel mit 120 PS doch schon ansehnliche 40‘150 Franken. Mit etwas Zubehör kam er auf stolze 46‘160 Franken zu stehen. Für den Grandland X liegen bereits 70‘000 Bestellungen vor; er kann also als Erfolg bezeichnet werden, auch wenn Professor Dudenhöffer, der selbst ernannte Autopapst, das etwas anders sieht.

Mit der nun lieferbaren stark motorisierten Version wird der Erfolg sicher noch zunehmen.

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Bereits im März 18 fand in Nordspanien der Media Launch der neusten Variante statt, des Ultimate mit dem 2-Liter-Spitzendiesel, der 177 PS leistet bei 3‘750 U/min. Das Drehmoment beträgt 400 Nm bei 2‘000 U/min. Der Motor erfüllt Euro 6d temp und beschleunigt den knapp 1.6 Tonnen wiegenden Ultimate in 9.1 Sekunden von 0 auf 100. Wir hatten Gelegenheit, den Ultimate im Baskenland ausgiebig zu fahren. Und nun endlich, Ende Juli, haben wir in der Schweiz auch den Testwagen dazu erhalten.

 

Die Opel-X-Familie ist nun vollständig: Auf den Mokka X (4.28m lang), den es auch mit Allradantrieb gibt, folgte der kompakte Crossland X (4.21m lang) und dann der 4.48m lange Grandland X. Letztere sind beide leider nicht mit Allradantrieb lieferbar, auch nicht die jetzt lieferbare stärkste Version.

Aber sie gefallen und Opel pusht die X-Familie momentan sehr stark. Zeitungsinserate und das Internet geben da genau Auskunft über all die möglichen Prämien.

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Während der günstigste Grandland X (Benziner, 130 PS, 6-Gang manuell, 1200er) bereits für 27‘100 Franken zu haben ist (minus allfällige Prämien), kostet der topausgestattete Ultimate in der gleichen Motorisierung dann schon 39‘500 Franken. Da ist jetzt aber wirklich schon praktisch alles dabei, was das Autofahren noch komfortabler und noch sicherer macht.

Für die Topversion, den Ultimate mit dem 2-Liter-Diesel mit 177 PS und 8-Stufen-Automatik ist dann noch einmal ein Zuschlag zu bezahlen. Der steht nämlich mit CHF 45‘600 in der Preisliste. Nun kommen noch die Extras, denn trotz Topausstattung gibt es die auch noch. Immerhin kosten die möglichen Optionen meistens weniger, oft nur die Hälfte dessen, was man bei den andern Ausstattungsvarianten anlegen müsste.

Unser Testwagen kommt so mit Allroad-Paket (350), Adaptivem Geschwindigkeitsregler (800), Premium-Ergonomiesitze in Leder (1500), Panorama-Sonnendach (350), Fussraumteppichen (80) und einer Laderaumwanne (114) auf CHF 48‘744 zu stehen. Wow!

 

Schade, dass das Head-up-Display und das Matrix-Licht nicht lieferbar sind. Aber sonst bleiben also wirklich nicht mehr viele Wünsche offen. Vielfahrer fahren mit einem Diesel auch heute noch besser, günstiger und umweltfreundlicher als mit einem Benziner. Leute, die weniger fahren, aber auch gerne ein top ausgestattetes powervolles Auto hätten, werden beim Grandland X leider nicht fündig (stärkste Benzinversion 130 PS).

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Opel bezeichnet den Grandland X als SUV. Er sieht aber nicht aus wie die viereckigen Kisten, die man sich gemeinhin unter einem SUV vorstellt – oder vorzustellen hatte. Mit 4.48m Länge ist er noch vernünftig für in den Verkehr, mit 1.86m Breite, über die Spiel 2.10m, mischt er ebenfalls «bei den Erwachsenen» mit. Mit einer Höhe von 1.61m überragt er aber die Brot-und-Butter-Autos und ist – eben – ein SUV.

Mit einem Leergewicht von 1‘655 Kg hat er ein für die Abmessungen noch vernünftiges Gewicht. Gemäss Prospekt gibt es Grandland X mit einer Zuladung von über 600 Kg. Für den Ultimate 177 sind 515 Kg angegeben. Im Fahrzeugausweis stehen leider nur 435 Kg. Da musste die Utility (das U aus dem SUV) dann doch etwas leiden. Im Laderaum stehen 520 Liter Raum zur Verfügung. Ja, okay, die Sitze können ja auch noch abgelegt werden, sodass dann doch ein rechter Transporter wird aus dem Grandland X.

2018 Opel Grandland X Ultimate

 

Fahrleistungen

Beim Test des 1600er Diesels mit 120 PS befanden wir die Power als allemal genügend und auch am Berg sei flottes Vorankommen gut möglich. Als Flottenmanager hätten wir keine Hemmungen, die 120 PS-Version den Leuten guten Gewissens zuzuteilen.

Für den Gruppenchef darf es dann aber die 177 PS-Version sein: 9.1 Sekunden von Null auf 100, Spitze 214 Km/h und ein Verbrauch, der gemäss Datenblatt nicht wesentlich über dem des schwächeren Autos liegt.

Dank den Spezialsitzen (AGR) für 1500 Franken sitzt man ausgezeichnet, man kann sie heizen und lüften (da dürfte allerdings die Wirkung wesentlich besser sein). Fahrer und Passagiere geniessen aber viel Platz, haben ein gutes Raumgefühl.

Man sitzt etwas höher im Grandland X, es ist aber auch die Gürtellinie etwas hoch, das bietet Sicherheit, mindestens optisch. Die Ladekante des Kofferraums ist allerdings auch relativ hoch. Immerhin öffnet und schliesst der Deckel elektrisch.

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Die Garantie besteht immer noch aus den minimalen zwei Jahren. Die Werksgarantie kann gegen Aufpreis auf 5 Jahre ausgebaut werden. Bei 20‘000 Km/Jahr kostet das dann 759 Franken. Wer auch Wartung inkl. Verschleissteile (z.B. Bremsen, Kupplung, Wischerblätter, etc.) mitversichert haben möchte, zahlt dann bereits um die 5‘000 Franken (5 Jahre, 20‘000 Km/Jahr).

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Zusammenfassung

Auch wenn Dieselautos momentan nicht sehr gesucht sind, hat es diese Grandland-Version gebraucht. Der Motor erfüllt Euro 6d temp, damit wird man in keiner Stadt ein Problem bekommen. Die Fahrleistungen (400 Nm/2000 U/min) sind sehr gut, die Fahrzeuggrösse ist genau richtig.

Wenn man schon weiss Gott was alles an Ausstattung in ein Auto packt, hätte man wirklich auch ein HUD einbauen können und auch das Matrix-Licht anbieten, das ja beim Astra und beim Insignia die Mehrzahl der Käufer bestellt.

Der Preis: Gut, die 27‘100 sind natürlich top, die knapp 50‘000 für unseren Testwagen gehören schon zu einer andern Kategorie, aber wer die vielfältige Ausstattung zu schätzen weiss (die Preis- und Ausstattungsliste umfasst 20 Seiten!), der gibt das Geld aus, denn der Gegenwert ist vorhanden.

Heiny Volkart, VOLKARTpress, Juli 2018

 


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